Freitag, 28. August 2015

Die ersten Tage

Hallo ihr Lieben,

ich bin nun schon seit knapp eineinhalb Wochen in Kalifornien und mir gefällt es hier wirklich sehr gut. Meine Gastfamilie unternimmt viel mit mir und ich fühle mich bei ihnen sehr wohl. Wir haben eine Menge Spaß zusammen und ich bin mir sicher, dass dieses Jahr wirklich wunderschön und unvergesslich werden wird. Seitdem ich hier bin habe ich schon so viele neue Eindrücke gewonnen und Erfahrungen gesammelt, die ich definitiv nicht missen möchte.

Hier seht ihr eine Liste mit Dingen, die ich während meiner ersten Tage hier in den USA schon erlebt bzw. gemacht habe:

  • einen Kolibri, zwei Robben und einen Riesenschmetterling gesehen.
  • eine original deutsche Flädlesuppe für meine Gastfamilie gekocht.
  • den Aquatica Wasserpark in San Diego besucht.


Quelle: coaster-net.com

Quelle: pinstopin.com

  • einen wunderschönen Sonnenuntergang miterlebt.
  • in einem Fischrestaurant direkt am Meer zu Abend gegessen.
  • die kleinste erhältliche Portion Frozen Yogurt bestellt und schon nach der Hälfte nicht mehr gekonnt.
  • mit meiner Gastschwester Erdbeer-Cupcakes gebacken.


Selbstgebackene Cupcakes

  • meine High School Fächer gewählt und eine ID-Karte bekommen. (Dazu mehr im nächsten Post!)
  • mit meiner örtlichen Betreuerin telefoniert und Fragen rund um Gastfamilie, Wohlbefinden und Gesundheit beantwortet.
  • DIY Lippenbalsam mit meiner Gastschwester und ihrer besten Freundin hergestellt.
  • ein typisch amerikanisches Fast Food Restaurant besucht.

Am Dienstag, den 1. September 2015 beginnt meine High School. Bis dahin genieße ich noch die Ferien und wünsche euch allen eine schöne Zeit - wo auch immer ihr gerade seid!

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: widerun.com

Samstag, 22. August 2015

Hinflug

Hallo ihr Lieben,

bevor ich mit dem eigentlichen Post beginne, möchte ich euch zuerst einmal mitteilen: ich bin gut und sicher in den USA angekommen und finde es hier bei meiner kalifornischen Gastfamilie sehr schön.
Am Freitag bin ich bereits um 2.30 Uhr aufgestanden und habe mich dann knapp eine Stunde später zusammen mit meinen Eltern und meiner besten Freundin auf den Weg zum Flughafen nach Friedrichshafen gemacht. Nachdem wir dort angekommen waren, unterhielten wir uns noch ein wenig, bis ich dann schließlich den Koffer am Schalter aufgab und in Richtung Sicherheitskontrolle lief. Dort verabschiedete ich mich dann endgültig von den Anderen und ging durch den Sicherheitscheck. Es war schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass es jetzt tatsächlich losgeht und ich für 10 Monate nicht mehr in Deutschland sein werde, aber meine Vorfreude und Aufregung waren so groß, dass ich diese Dinge schnell vergaß.


Quelle: twitter.com

Am Gate traf ich mich schließlich mit Leonie, einer anderen Austauschschülerin vom PPP. Wir quatschten noch ein wenig, bis wir endlich an Bord des Flugzeugs durften. In einer kleinen Maschine machten wir uns auf den Weg nach Frankfurt. Obwohl der Flug nur rund 35 Minuten dauerte, war er einfach einmalig und unvergesslich, nicht zuletzt aufgrund des wunderschönen Sonnenaufgangs, den ich von meinem Fensterplatz aus genießen durfte.


Sonnenaufgang über den Wolken

Am Frankfurter Flughafen angekommen, machten wir uns sofort auf den Weg zum nächsten Abfluggate. Unsere Koffer mussten wir nicht abholen, da diese bereits bis zum Zielflughafen durchgecheckt waren. Nach und nach kamen auch die anderen Austauschschüler und unser Flugbegleiter von Partnership International e.V. checkte noch einmal die Anwesenheitsliste und die Abflugdaten. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto wurde es dann langsam ernst, denn das Boarding begann. Vorerst mussten wir uns jedoch erst einmal in einer endlos langen Schlange anstellen; nach etwa 30 Minuten Wartezeit durften wir dann unsere Bordkarten vorzeigen und in das Flugzeug - eine riesengroße Boing 747 - einsteigen. Die Aufregung stieg und stieg, als sich das Flugzeug langsam auf den Weg zur Startbahn machte. Und dann war es endlich soweit. Das Flugzeug hob ab und unser neunstündiger Flug nach Chicago begann.


Sicht aus dem Flugzeug

Schon kurz nach Abflug wurden uns Getränke und wenig später auch das Mittagessen serviert. Es gab ein Pastagericht mit Salat und ein kleines Stück Kuchen als Dessert. Obwohl ich es nicht unbedingt erwartet hätte, war das Essen sehr lecker.


Mittagessen im Flugzeug

Aufgrund des wunderschönen Wetters konnten wir nach einigen Stunden Flug sogar die Eisberge von Grönland sehen. Wunderschön! Nachdem wir den Atlantik überquert hatten, erreichten wir in Kanada wieder Land - Gebiete geprägt von endlosen Weiten und malerischen Seenlandschaften. Als wir die us-amerikanische Grenze erreichten, setzte unser Pilot sogleich zur Landung auf Chicago an. Wir flogen direkt über die Stadt, sahen den Michigan Lake, die Wolkenkratzer, große Grünflächen und nicht zuletzt die unzähligen Wohnhäuser, bis wir schließlich am Chicago O'Hare Airport landeten. Der Flughafen liegt etwa 27km außerhalb des Stadtzentrums und war noch im Jahr 2011 der viertgrößte der Welt.


Quelle: whradio.com.cn

Quelle: de.wikipedia.org

Nach der Landung ging es direkt weiter zur Immigration, allerdings mussten wir uns glücklicherweise nicht in die langen Warteschleifen stellen, sondern durften durch einen "Sondereingang" einreisen. Nachdem wir auch diesen Schritt gemeistert hatten, mussten wir unsere Koffer vom Band nehmen, diese durch den Zoll bringen und anschließend erneut aufgeben. Am Zoll mussten wir zudem eine Zollerklärung, welche wir bereits im Flugzeug ausgefüllt hatten, abgeben. Direkt nach der Zollkontrolle trennten sich unsere Wege, denn jeder musste in eine andere Richtung gehen, um noch rechtzeitig seinen Flug zum Zielflughafen zu erreichen.
Mein Abfluggate war am anderen Ende des Flughafens, jedoch musste ich nicht den ganzen Weg zu Fuß gehen, sondern durfte bequem in einen kleinen Shuttle-Zug einsteigen, welcher mich binnen weniger Minuten an das richtige Terminal brachte. Dort musste ich abermals meine Personalien vorzeigen und durch die Sicherheitskontrolle gehen.
An meinem Abfluggate traf ich zufällig auf Mareen. Sie war bereits mit den Anderen und mir nach Chicago geflogen. Wie sich des Weiteren herausstellte, hatte sie sogar den selben Weiterflug nach Houston, Texas wie ich. Wir vertrieben uns die Wartezeit und schauten uns ein wenig um, bis schließlich das Boarding begann. Als Mareen bereits eingestiegen war, wurde ich plötzlich aufgerufen. Am Schalter angekommen wurde mir mitgeteilt, dass ich nicht wie geplant nach Houston und dann weiter nach San Diego fliegen werde, sondern dass ich einen Direktflug von Chicago nach San Diego bekommen würde. Ich war von der Idee begeistert, vor allem deswegen, weil ich so etwa zwei Stunden früher meinen Zielflughafen erreichen würde. Allerdings hatte die Sache einen kleinen Haken -  da ich mein Gepäck bereits aufgegeben hatte, würde dieses auch wie zunächst geplant nach Houston und dann weiter nach San Diego transportiert werden. So würde es auch folglich erst zwei Stunden später als ich an meinem Zielflughafen ankommen.

 
Quelle: tripadvisor.com

Quelle: flickr.com

Auf meinem Nachtflug nach San Diego, Kalifornien, genoss ich den wunderschönen Ausblick über die riesigen beleuchteten Städte. Ein einmaliger Anblick! An meinem Zielflughafen angekommen, erwartete mich bereits meine Gastfamilie mit selbstgebastelten Plakaten. Auch meine örtliche Betreuerin war mit ihrem Mann zum Flughafen gekommen, um mich in den USA willkommen zu heißen. Das war ein wirklich wunderschöner Moment! Leider nicht so erfreulich war dagegen die Tatsache, dass mein Koffer erst in ein paar Stunden ankommen würde. Also beschlossen wir spontan, ihn erst am nächsten Morgen abzuholen. Wir fuhren noch etwa 20 Minuten durch die Stadt, bis wir schließlich am Haus meiner Gastfamilie angekommen waren. Dort schauten wir noch ein wenig fern, bis wir gegen 0.30 Uhr müde in unsere Betten fielen.


Sonnenuntergang über den Wolken

Quelle: ionix.ch

Liebe Grüße,
Samira

P.S. Vielen lieben Dank an alle, die einen Eintrag in meinem Abschiedsbuch verfasst haben. Ich konnte es in den letzten Tagen vor dem Abflug kaum erwarten, das Buch endlich lesen zu dürfen. Danke auch für die Mühe und Zeit, die ihr investiert habt. Die Einträge waren super schön und kreativ. Ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut.


Quelle: vivkilesage.blogspot.com

Dienstag, 18. August 2015

Morgen geht's los!

Hallo meine Lieben,

dies ist mein letzter Post aus Deutschland. Morgen um diese Zeit startet gerade mein Gruppenflug nach Chicago. Es ist schon ein komisches Gefühl jetzt noch im vertrauten Umfeld zu sitzen und zu wissen, dass man schon morgen Abend in den USA in einer völlig neuen Umgebung mit fremden Menschen sein wird. Einerseits fühlt sich diese Vorstellung befremdlich an, andererseits ist morgen aber auch der Tag, auf den ich über ein ganzes Jahr hingefiebert habe.
Es ist zwar schwierig, alles hinter sich zu lassen und ein komplett "neues Leben" in einem anderen Land zu beginnen, aber ich habe noch keine Sekunde an meiner Entscheidung gezweifelt und würde es noch einmal genauso machen.
Ich werde heute im Verlauf des Tages die letzten Kleinigkeiten zusammenpacken und mich noch von ein paar Leuten verabschieden. Das wird zwar schwierig sein, aber momentan sind es die Vorfreude und die Aufregung, welche die traurigen Dinge überschatten.
Ich bin gerade einfach nur glücklich und könnte mir stundenlang vorstellen, wie die nächsten Tage wohl ablaufen werden. Morgen geht endlich mein Traum von einem Auslandsjahr in Erfüllung und ich hoffe, dass es das beste Jahr meines Lebens sein wird.

Heute morgen habe ich schon auf der Internetseite von Lufthansa online eingecheckt und die Bordkarten ausgedruckt. Ich durfte für den Flug von Friedrichshafen nach Frankfurt und für den Flug von Frankfurt nach Chicago meinen Sitzplatz kostenfrei wählen. Natürlich habe ich mir einen Fensterplatz ausgesucht, um die tolle Aussicht genießen zu können.

So, das war nun also mein letzter Post aus Good Old Germany.
Ich melde mich wieder, wenn ich in den USA bin.
Liebe Grüße und bis bald,
Samira


Quelle: celia-in-den-usa.blogspot.com

Montag, 17. August 2015

Koffer packen

Hallo ihr Lieben,

wie sich bereits am Titel dieses Posts unschwer vermuten lässt, berichte ich heute darüber, wie ich meinen Koffer gepackt habe. Anschließend möchte ich euch noch ein paar Tipps geben, wie ihr euren Koffer möglichst platzsparend und ordentlich packen könnt.

Schon bereits vor einer Woche habe ich damit begonnen, meine Klamotten zu sortieren. Dazu habe ich meinen Kleiderschrank quasi in zwei "Hälfen" geteilt. Auf die eine Seite legte ich die Kleidungsstücke, welche ich mit in die USA nehmen wollte, auf dem anderen Stapel fanden die Dinge Platz, welche ich Zuhause lassen wollte. Vor etwa drei Tagen habe ich dann angefangen, alle Klamotten herauszulegen und meine Kulturtasche zu packen. In den letzten Tagen kamen immer mehr Dinge hinzu, auch aufgrund davon, dass ich nochmals ein paar Gastgeschenke für meine zwei Gastgeschwister und Spielzeuge für die Hunde gekauft habe.
Ehrlich gesagt habe ich mir anfangs nicht sehr viele Gedanken über das Maximalgewicht des Koffers gemacht und war eigentlich zuversichtlich, dass dieser letzendlich nicht mehr als 23kg wiegen würde. Als ich jedoch alle Dinge (Klamotten, Schuhe, Kulturtasche, Gastgeschenke, ...) herausgelegt hatte, zögerte ich, ob ich das Gewicht wohl nicht doch schon lange überschritten hatte, aber meine Eltern meinten, ich könnte ruhig noch ein paar Dinge dazupacken.


Quelle: saras-adventure-newzealand.blogspot.com

Mein Koffer hat jetzt genau 22,3kg und liegt somit noch etwas unter dem zugelassenen Höchstgewicht. Ich habe versucht, so zu packen, dass auch die Süßigkeiten (Schokolade, Kekse, ...) nicht zu Bruch gehen. Ob mir das auch gelungen ist, werde ich vermutlich erst in den USA sehen. Mit dem Gewicht meines Handgepäcks hatte ich jedoch etwas zu kämpfen und so musste ich noch einige Dinge in den Koffer umräumen, um die 8kg Maximalgewicht nicht zu überschreiten. Mein Personal Item (deutsch: persönlicher Gegenstand) ist eine kleine Tasche, in welcher sich ich die wichtigsten Dokumente, sprich Reisepass mit Visum, Bordkarte, Gastfamilieninformationen und Flugdaten befinden.


Meine Packtipps für euch:

  1. Rollt empfindliche Klamotten zusammen, so verknittern sie nicht so schnell und ihr könnt sie direkt nach eurer Ankunft ohne lästige Falten tragen. Außerdem spart diese Packvariante sehr viel Platz und sieht auch noch ordentlich aus.
  2. Kauft eure Kosmetikprodukte nur in Miniformat, so spart ihr sehr viel Platz und Gewicht. Die "Mini-Produkte" findet ihr in jedem Drogeriemarkt.
  3. Gegen lästiges Verknoten von Ketten: Steckt jede Kette in einen Strohhalm und verschließt die herausstehenden Enden. So ist ein Verknoten unmöglich.
  4. Legt in jedes Gepäckstück einen Zettel mit eurer Anschrift und der Adresse der Gastfamilie hinein. Falls der Koffer oder die Tasche verloren gehen sollte, können die herrenlosen Gepäckstücke schnell wieder dem richtigen Besitzer zugeordnet werden.
  5. Nutzt jeden noch so kleinen Spalt und füllt ihn mit Socken oder Badeklamotten aus.
  6. Packt eure Wertsachen niemals in den Koffer, sondern ins Handgepäck oder in die Handtasche.
  7. Falls euer Koffer eine unauffällige Farbe wie zum Beispiel schwarz oder grau haben sollte, klebt einen ausgefallenen Sticker auf oder schnallt einen farbigen Gurt um den Koffer. So könnt ihr ihn später bei der Gepäckausgabe leichter finden.
  8. Mit sogenannten Vakuumbeuteln könnt ihr auch ordentlich Platz sparen, vor allem wenn man in kältere Regionen reist und dicke Winterkleidung mitnehmen muss. Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Ihr packt eure Jacken, Hosen etc. in den Vakuumbeutel und saugt anschließend mit einem Staubsauger die Luft heraus. So passen sogar die dicksten Jacken in den Koffer.
  9. Ein Tipp für alle Mädchen: Wenn man auf den Puder oder das Rouge einen Wattebausch legt, ist die Schminke geschützt und geht nicht so schnell zu Bruch.
  10. Informiere dich vorher, welchen Adapter du für dein Zielland benötigst. So ersparst du dir unnötigen Ärger.

Wie ich gestern Abend herausgefunden habe, fliegt noch eine weitere Austauschschülerin vom PPP nach Houston, Texas. Von dem Flug von Chicago nach Houston bin ich also nicht alleine, auf dem Weiterflug nach San Diego dann allerdings schon. Ich hoffe trotzdem, dass ich die Terminals und Gates an den Flughäfen finden werde, mich nicht verlaufe und gut und sicher in Kalifornien bei meiner Gastfamilie ankomme.

Ich hoffe die Packtipps haben euch gefallen und werden euch bei eurer nächsten Reise behilflich sein.
Ich melde mich morgen noch einmal mit einem kleinen Abschiedspost aus Deutschland. Schon in weniger als 48 Stunden geht es für mich auf nach sunny California.
Ich bin so aufgeregt!

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: wondorluhst.com

Sonntag, 16. August 2015

Gastfamilie & Abflugdaten

Hallo ihr Lieben,

juhu, ich habe endlich meine Gastfamilie. Ich bin so glücklich. Nach mehr als vier Monaten endlos erscheinenden Wartens habe ich vorgestern die E-Mail mit den Gastfamilieninformationen erhalten. Ich komme in den US-Bundesstaat Kalifornien, genauergesagt nach Santee, einer großen Stadt im San Diego County, nur unweit von der 1,3 Millionen Einwohnerstadt San Diego und vom Pazifik entfernt. Meine Gastfamilie besteht aus einem Gastvater, einer Gastmutter, einem Gastbruder in meinem Alter, einer 11-jährigen Gastschwester und einem kleinen Zoo (Hunde, Katzen, Fische, ...). Ich hatte mit meiner Gastfamilie bereits E-Mail Kontakt und sie wirken auf mich sehr sympathisch und super nett. Sie planen auch schon die ersten Urlaube und Ausflüge mit mir und ich bin mir sicher, dass ich mich bei dieser Gastfamilie sehr wohlfühlen werde.
Meine Schule ist die West Hills High School, die sich in etwa 1,8 Meilen vom Haus meiner Gastfamilie entfernt befindet. Mein Gastbruder besucht ebenfalls diese Schule und wir werden morgens immer zusammen dorthin gehen.

Ich bin super glücklich eine Familie zu haben. Wir verstehen uns jetzt schon sehr gut und auch in den Mails schreibt meine Gastfamilie immer wieder, dass ich jetzt schon ein Teil der Familie bin und wie sehr sie sich freuen, mich am Mittwoch vom Flughafen abholen zu dürfen.

Apropos Abflugdaten: Mittlerweile habe ich schon die Buchungsbestätigung und somit auch meine genauen Flugzeiten. Mein Ticket werde ich voraussichtlich morgen oder am Dienstag bekommen, sodass ich dann rechtzeitig 24 Stunden vor Abflug online einchecken kann.

Meine Flugdaten für den 19. August 2015 sehen folgendermaßen aus:

06.15 Uhr - 07.10 Uhr     Friedrichshafen Flughafen - Frankfurt Flughafen
10.45 Uhr - 12.55 Uhr     Frankfurt Flughafen - Chicago O'Hare Airport
16.02 Uhr - 18.45 Uhr     Chicago O'Hare Airport - Houston George Bush Airport
21.29 Uhr - 22.48 Uhr     Houston George Bush Airport - San Diego Airport

Insgesamt werde ich um die 25 Stunden unterwegs sein. Am Flughafen von San Diego wird mich dann meine Gastfamilie abholen.

Falls ihr noch mehr Informationen rund um Kalifornien, Santee oder meine High School lesen möchtet, klickt einfach auf die entsprechenden Punkte: Mein Staat, Meine Stadt und Meine High School. Dort findet ihr auch zahlreiche Bilder.

In drei Tagen geht es los!
Liebe Grüße,
Samira


Quelle: asaphshop.de

Samstag, 15. August 2015

Abschiedsfeier

Hallo meine Lieben,

gestern Abend fand meine Abschiedsparty statt und um es gleich einmal vorwegzunehmen: es war wirklich ein wunderschöner und unvergesslicher Abend. Kurz vor 18.00 Uhr kamen schon die ersten Gäste und wir stießen gemeinsam mit einer selbstgemachten Obst-Bowle auf die letzten Tage hier in Deutschland und natürlich auf die Zeit in den USA an. Nachdem wir ein wenig über Gott und die Welt gequatscht hatten, klingelte auch schon der Pizzaservice an der Türe und brachte uns eine leckere XXL-Familienpizza, die wir uns natürlich ordentlich schmecken ließen. Nach einer Verschnaufpause folgten kleine Obst-Tortellets, Zitronentörtchen, eine Quarkcreme mit Ananasstückchen und ein Schokoladenmousse als Dessert. Sehr lecker!
Später am Abend gab es noch Süßigkeiten und Knabbereien. Nachdem wir dann wirklich alle satt und kugelrund waren, spielten wir noch ein paar Spiele und unterhielten uns über die verschiedensten Themen.
Als sich die Feier langsam dem Ende zuneigte, schossen wir noch ein paar Erinnerungsfotos und dann kam leider auch schon der Moment, an dem wir uns voneinander verabschieden mussten.


Obst-Tortellets
Quarkcreme mit Ananasstückchen

Falls ihr diesen Post lest:
Vielen lieben Dank für eure zahlreichen (und meinerseits unerwarteten) Geschenke und den rundum perfekten Abend, den ich mit euch verbringen durfte. Ich werde mich immer gerne daran zurückerinnern. Danke! ♥

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: etsy.com

Dienstag, 11. August 2015

Gastgeschenke

Hallo ihr Lieben,

nach stundenlangen Einkaufstouren und reichlichem Kopfzerbrechen habe ich nun alle Gastgeschenke für meine zukünftige Gastfamilie beisammen. Über die einzelnen Geschenke habe ich mir sehr viele Gedanken gemacht, da ich natürlich auch nicht möchte, dass meine Gastfamilie enttäuscht ist, wenn die "Bescherung" vorbei ist. Selbstverständlich ist es schwierig den Geschmack von Leuten zu treffen, die man nicht persönlich kennt und zu denen man noch nie Kontakt hatte, aber ich habe mein Bestes gegeben und bin mit meiner Auswahl letztlich auch sehr zufrieden.

Deutsches Kochbuch auf Englisch:
Ja, es ist der Klassiker unter den Gastgeschenken. Ein englisches Kochbuch mit typisch deutschen Rezepten. Ich habe mich für das Buch "Grandma's German Cookbook" von Birgit Hamm und Linn Schmidt entschieden, da mich die gesamte Aufmachung des Kochbuchs, sprich Rezepte und Bilder, sehr angesprochen haben. Zudem stehen die Mengenangaben sowohl in Gramm als auch in Oz neben den Rezepten. So kann ich einerseits meiner Gastfamilie Gerichte aus dem Buch zubereiten, andererseits kann aber auch meine Gastfamilie die Rezepte ohne nervenaufreibendes Umrechnen nachkochen. Ich habe mir fest vorgenommen, meiner Gastfamilie im Laufe des Jahres ein paar Gerichte aus dem Kochbuch zu kreieren. Zudem hoffe ich, dass die deutsche Küche bei meiner Familie gut ankommt.


Grandma's German Cookbook

Spätzlepresse:
Dies ist vielleicht eine der eher ausgefallenen Ideen für ein Gastgeschenk, aber da ich finde, dass Spätzle "typisch deutsch" sind und zudem auch noch sehr lecker schmecken, lag die Idee recht nahe, eine Spätzlepresse zu verschenken. Ich möchte meiner Gastfamilie auch das ein oder andere Spätzle-Gericht kochen und hoffe dann, dass die Presse so gut ankommt, dass meine amerikanische Familie auch noch nach meiner Rückkehr nach Deutschland weiter fleißig Spätzle zubereitet.
Eine Packung fertiger Spätzle nehme ich noch zusätzlich mit.


Spätzlepresse

Füller mit Nachfüllpatronen und Tintenlöschern:
Die Idee, einen Füller inklusive Zubehör mit in die USA zu nehmen, entstand schon vor etwa einem halben Jahr. Dank eines Gesprächs mit einem Mädchen, dass vor zwei Jahren selbst ein Auslandsjahr in den USA verbracht und mich erst auf diese geniale Idee aufmerksam gemacht hat. Als wir uns über das Thema Schule in den USA unterhielten, erzählte sie mir, dass die Amerikaner den klassischen Füller, wie wir ihn täglich in der Schule benutzen, nicht kennen. Sie selbst hatte ihrer Familie damals auch einen Füller geschenkt, welcher vor allem bei ihrem Gastvater so gut ankam, dass er den Füller stolz am nächsten Tag mit zur Arbeit nahm und ihn seinen Kollegen präsentierte.


Füller mit Nachfüllpatronen und Tintenlöschern

Reliefkarte vom Bodensee:
Diese Karte habe ich nach meinem Termin in der Amerikanischen Botschaft in München in einem großen Sportgeschäft entdeckt und fand sie so schön, dass ich beschloss, sie als Gastgeschenk mit in die USA zu nehmen. Ich finde die Reliefkarte sehr praktisch, weil man darauf auch mein Heimatort sehen kann und ich meiner zukünftigen Gastfamilie anhand dieser Karte die Bodensee-Region ein wenig näher vorstellen kann.


Reliefkarte vom Bodensee

Italienische Seife:
Naja, zugegebenermaßen ist es zwar eine italienische Seife, ich habe sie allerdings nicht in Bella Italia, sondern in Deutschland in einem Drogeriemarkt gekauft. Sie ist handgemacht, schadstofffrei und riecht zudem noch sehr lecker nach Zitrone und Bergamotte. Da musste ich einfach zuschlagen.


Italienische Seife

DVD vom Bodensee und Schwarzwald:
Mit den beiden DVDs möchte ich meiner Gastfamilie Bilder meiner Heimat samt näherer Umgebung zeigen, damit meine amerikanische Familie auch Deutschland bzw. den Süden etwas näher kennenlernt. Den Einband der Hülle habe ich selbst gestaltet, da ich es einfach persönlicher finde, nicht nur Dinge zu verschenken, sondern auch ein Stück weit selbst am Geschenk mitgearbeitet zu haben.


DVD vom Bodensee und Schwarzwald

Bierdeckel:
In den letzten Monaten habe ich in allen Restaurants und Biergärten, die ich besucht habe, einen Bierdeckel mitgenommen. (Ich habe natürlich die Bedienung um Erlaubnis gefragt.) Nun habe ich eine kleine Sammlung beisammen und diese möchte ich an meine Gastfamilie weitergeben. Highlight wird bestimmt der Bierdeckel aus dem Hofbräuhaus in München sein. Vielleicht kennt meine Gastfamilie diese bekannte Sehenswürdigkeit in München ja sogar. Leider habe ich die Bierdeckel schon verpackt, weshalb ich sie nicht mehr alle fotografieren kann.


Bierdeckel aus dem Münchner Hofbräuhaus

Oktoberfest-Servietten:
Dieses Gastgeschenk ist, wie auch schon die Bierdeckel, ein wenig klischeebehaftet, allerdings finde ich diese Oktoberfest-Servietten doch eine schöne und nützliche Idee. Neben Lebkuchenherzen, Weißwürsten, Bier und Brezeln findet man auf der Serviette viele Motive, die Menschen aus dem Ausland meist mit Deutschland assoziieren. Vielleicht wird sich auch meine Gastfamilie im ein oder anderen Stereotyp gegenüber den Deutschen wiederfinden.


Oktoberfest-Servietten

Deutsche Süßigkeiten:
Ein weiterer Klassiker. Neben den Must-Haves wie Milka, Lindt und Haribo Gummibärchen, stand ich zugegebenermaßen doch das ein oder andere mal vor dem Süßigkeitenregal und habe mich gefragt: Ist dieses Produkt jetzt "typisch deutsch" oder gibt es das auch in den USA? Ich hoffe eine gute Auswahl und somit auch den Geschmack meiner Gastfamilie getroffen zu haben. Gerne hätte ich noch viel mehr Süßigkeiten in den Einkaufswagen gepackt, aber leider musste ich mich zurückhalten, da mein Koffer nur 23kg Maximalgewicht haben darf und ich schließlich noch etwas Anderes als nur Süßigkeiten in den Koffer packen möchte.
Meine Süßigkeitenauswahl sieht schlussendlich folgendermaßen aus:

- acht verschiedene Sorten Milka Schokolade
- Schokoladenblättchen von Lindt
- Werthers Original Sahnebonbons
- Kinderschokoladenriegel von Ferrero
- zwei Maxitüten Haribo Goldbärchen
- Bonbons von Ahoi Brause
- Reber Mozartkugeln
- Pralinen der Marke Frey aus der Schweiz
- Leibniz Butterkekse
- die Prinzenrolle von De Beukelaer
- ein kleiner Schokoladenmarienkäfer von Reber
- TicTac von Ferrero
- Toblerone Schokolade aus der Schweiz 
- ein original Lebkuchenherz aus München



Persönliches:
Da ich neben den gekauften Dingen auch selbstgemachte Präsente immer sehr schön finde, habe ich noch einige persönliche Geschenke, wie zum Beispiel ein Fotoalbum mit Bildern von meiner Familie und mir gestaltet. Zudem habe ich auch noch eine Collage aus alten Urlaubsfotos erstellt.

Dies sind meine Gastgeschenke. Ich hoffe sie werden meiner Gastfamilie gefallen und ihnen viel Spaß und Freude bereiten.

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: epicinspirationalquotes.com

Sonntag, 9. August 2015

Die Zeit rennt... nur noch 10 Tage!

Hallo ihr Lieben,

es sind wirklich nur noch 10 Tage, bis es endlich losgeht - mein Auslandsjahr. Es ist unglaublich wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Ende Juli des letzten Jahres habe ich mich für das Parlamentarische Patenschafts-Programm beworben. Ich habe während der gesamten Bewerbungsphase immer gehofft, dass ich schlussendlich in die USA fliegen darf - erwartet hatte ich es aber nie. Nach der Bewerbung folgte das persönliche Auswahlgespräch, dann die Zusage, dass ich eine Runde weiter gekommen sei. Ich stellte mir vor, wie es wohl sein würde, ein Jahr in den USA zu verbringen und ein nahezu vollkommen neues Leben zu beginnen. Zuhause redete ich von nichts Anderem mehr und malte mir in meinen Gedanken mein Auslandsjahr aus, obwohl ich noch nicht einmal wusste, ob ich tatsächlich für ein Jahr nach Amerika fliegen würde. Mein Traum von einem Jahr USA rückte immer näher und näher an die Wirklichkeit heran. Im Januar diesen Jahres dann die Entscheidung - das Endrundengespräch mit meinem Abgeordneten.
Ich wusste vor dem Termin, dass das folgende Gespräch über 10 Monate Aufenthalt in den USA entscheiden würde. Ich glaube, ich war noch nie so nervös und aufgebracht wie vor diesem Termin. Man ist so kurz davor, das zu Erreichen, wofür man so lange gekämpft und gearbeitet hat und doch ist es dieses Gespräch, das letztendlich über den Ausgang entscheidet, denn hätte ich das Stipendium nicht bekommen, wäre ich nicht für ein Jahr ins Ausland gegangen.
Als ich einen Tag nach dem Endrundengespräch die Zusage erhielt, fiel mir ein riesiger Stein vom Herzen. Dieser Moment war einfach so überwältigend und besonders für mich. Mein Traum von einem Auslandsaufenthalt würde Realität werden, aber wirklich realisiert, dass es bald los geht, hatte ich nie - auch heute noch nicht. Obwohl ich täglich wie selbstverständlich mit den verschiedensten Menschen über mein Auslandsjahr spreche, kann ich mir immer noch nicht wirklich vorstellen, dass ich bald tatsächlich für ein Jahr Deutschland verlasse.


Quelle: wishfulinspiration.com

In den letzten Wochen haben mich viele Leute gefragt, ob ich aufgeregt sei, aber ich verneinte immer, nicht weil ich ganz entspannt und lässig wirken wollte, sondern weil das Ganze für mich einfach noch so weit weg erschien. Dann am Donnerstag, den 6. August 2015 änderte sich sich meine Gefühlslage schlagartig. An diesem Tag flog die erste Gruppe vom PPP, welche von Partnership International e.V.  betreut wird, in die USA (siehe Bild unten). Es war der Erste von insgesamt zwei Gruppenflügen. Den ganzen Tag musste ich daran denken, wo sich die Gruppe wohl gerade befindet und was die einzelnen Personen empfinden. Leute, mit denen man sich noch wenige Tage zuvor unterhalten hatte, waren nun bereits auf dem Weg in die USA. Ein merkwürdiges und komisches Gefühl, vor allem, weil ich wusste, dass es bei mir in rund 1 1/2 Wochen auch so weit sein würde. Das war der Moment, indem langsam die Aufregung begann in mir aufzusteigen.
Und jetzt sind es nur noch 10 Tage bis mein "neues Leben" beginnt. In 10 Tagen werde ich in das Flugzeug steigen und mich mehr oder weniger kopfüber in ein neues Abenteuer stürzen. Aber es sind auch noch 10 Tage, in denen ich jeden Tag gefühlte hundert Mal meine E-Mails checke, ob ich endlich eine Gastfamilie bekommen habe und dann enttäuscht bin, wenn wieder keine E-Mail in meinem Postfach liegt. 10 Tage Hoffung und Warten, dass ich doch noch rechtzeitig meine Familie bekomme.
Ich werde oft gefragt, ob ich meine Entscheidung, in die USA zu fliegen, bereut habe, aber ich hatte noch keine einzige Sekunde Zweifel, ob es die richtige Entscheidung war. Solch eine einzigartige Chance werde ich in meinem Leben sicherlich nicht nocheinmal bekommen und genau diese Chance möchte ich nutzen, ein unvergessliches Jahr zu erleben.


Quelle: Partnership International e.V. 

Ich habe nun (fast) alle formellen Dinge abgeklärt und kann nun mehr oder weniger entspannt die letzten Tage in Good Old Germany genießen. Meine Abschiedsparty steht auch schon unmittelbar bevor und wird am Freitag, den 14. August 2015 bei mir Zuhause stattfinden. Wir werden gemeinsam Pizza essen und hoffentlich einen unvergesslichen Abend zusammen erleben.

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: storycodex.com