Sonntag, 27. September 2015

Homecoming Week

Hallo ihr Lieben,

letzte Woche fand an meiner High School die Homecoming Week statt und genau darüber möchte ich euch im heutigen Post Näheres berichten. Die Homecoming Week besteht meist aus den Dress-Up Days von Montag bis Freitag, dem Homecoming Football Game und dem Homecoming Dance.


Dress-Up Days:

Während der Homecoming Dress-Up Tage gibt es jeden Tag ein anderes Motto nach welchem sich die Schüler (und natürlich auch die Lehrer) nach Herzenslust verkleiden dürfen. Auf den folgenden Bildern findet ihr jeweils die Mottos der vergangenen Tage.


Amusement Monday

Tourist Tuesday

Where ya goin' Wednesday

Shred the Gnar Thursday

Support your sport Friday

Homecoming Football Game:

Am Freitagabend fand das Homecoming Football Game meiner Schule statt. Dank eines speziellen Stickers auf meiner High School ID-Karte musste ich keinen Eintritt bezahlen. Das Spiel begann um sieben Uhr mit der Nationalhymne unterstützt durch die Musikkapelle, Flaggenträger und Cheerleader. Das Spiel selbst ist in vier Viertel à 15 Minuten aufgeteilt. Zwischen dem ersten und zweiten, sowie zwischen dem dritten und vierten Viertel gibt es jeweils eine kurze Pause. Nur die Halbzeit fällt etwas länger aus. Obwohl unser Football Team nach Ende der Spielzeit leider verloren hatte (12:35), hat mir das Spiel trotzdem sehr viel Spaß gemacht.
Nach dem Football Game fand dann die Verkündung der Homecoming Queen und des Homecoming King statt. Es waren insgesamt fünf Mädchen und fünf Jungen von unserer Schule nominiert. Sieger sind diejenigen geworden, welche bei einer Online-Abstimmung aller Schüler die meisten Stimmen erhalten hatten. Nach der Verkündung fand als Abschluss des Abends noch ein kleines Feuerwerk statt.

~Go Wolfpack!~





Homecoming Dance:

Ein paar Tage vor dem Homecoming Dance bin ich mit meiner Gastmutter und meiner Gastschwester zur Shopping Mall gefahren um ein Kleid, Schuhe und Schmuck für den Tanz zu kaufen. Ich wurde relativ schnell fündig und habe mich für ein schwarzes Kleid mit einer weißer Schleife, schwarze Ballerinas und für eine schlichte silberne Halskette mit kleinen Steinchen entschieden.
Am Samstagabend fand dann von 19-22.30 Uhr der Homecoming Dance in der Sporthalle unserer Schule statt. Ich habe mich dort mit ein paar Freunden getroffen und wir haben zusammen den Abend verbracht. Das Ticket für den Tanz hatte ich bereits einige Tage zuvor im Vorverkauf für 15 Dollar erstanden. Neben guter Musik und bunten Lichtern gab es auch kostenlose selbstgemachte Cookies und Gebäcke. Es war ein wirklich wunderschöner Abend und ich freue mich schon auf den nächsten Tanz (Winter Formal).

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: gotousa14-15.tumblr.com

Freitag, 18. September 2015

Schon vier Wochen hier...

Hallo ihr Lieben,

wie ihr am Titel dieses Posts bereits erkannt habt, bin ich jetzt schon knappe vier Wochen hier in Kalifornien. Es ist echt der Wahnsinn wie schnell die Zeit verfliegt! Es kommt mir so vor, als wäre der Tag, an dem ich hier angekommen bin, erst letzte Woche gewesen. Mir gefällt es hier wirklich super gut und ich erlebe jeden Tag so viel Neues.
Im heutigen Post möchte ich euch davon berichten, welche Orte ich in den letzten Wochen besucht und was ich dort so alles erlebt habe:

  • zum ersten Mal am Strand (Mission Beach, San Diego) gewesen.


  • in einer großen Shopping Mall eingekauft.
  • das "brasilianische Wochenende" in San Diego besucht.
  • den ersten kalifornischen Regenschauer miterlebt.
  • eine amerikanische Brezel gegessen (schmeckt sehr lecker, aber vollkommen anders als in Deutschland).
  • wild wachsende Granatäpfel gepflückt.


  • mich mit meiner örtlichen Betreuerin zur Arrival Orientation bei Starbucks getroffen.
  • nur wenige Meter von der mexikanischen Grenze entfernt gewesen.
  • an einer Ticketverlosung teilgenommen und Tickets gewonnen. 
  • Spätzle und Kaiserschmarn für meine Gastfamilie gekocht.
  • mit einer historischen Holzachterbahn aus dem Jahr 1925 gefahren.
  •  
Quelle: canterbrokerage.com

Liebe Grüße und bis bald,
Samira

Mittwoch, 9. September 2015

Trip to Indio

Hallo ihr Lieben,

da wir diese Woche aufgrund eines Feiertags (Labor Day) ein verlängertes Wochenende hatten, entschieden wir spontan für zwei Tage nach Indio zu fahren. Indio ist eine kleine Stadt im Riverside County mit rund 83.000 Einwohnern.


Quelle: townmapsusa.com

130 Meilen und rund 2,5 Stunden Autofahrt später kamen wir an unserem wirklich traumhaften Resort WorldMark an - mit über 40°C Außentemperatur. Doch zum Glück verfügte die Hotelanlage über einige Pools und eine gute Klimaanlage in den Zimmern. So waren die hohen Temperatur noch relativ gut zu ertragen.


Quelle: worldmarktheclub.com
Blick auf einen der Pools
In diesem Gebäude befindet sich der Spa-Bereich.
Sicht aus unserem Hotelzimmer
Blick auf einen Teil des Resorts
Direkt unter unserem Balkon befand sich ein kleiner See.

Als sich der Tag langsam dem Ende zuneigte und es an den Pools etwas ruhiger wurde beschlossen wir noch eine Runde schwimmen zu gehen, um uns ein wenig abzukühlen.


Quelle: extraholidays.com
Blick von unserem Balkon bei Nacht
Eine der unzähligen Palmen, die sich auf der Hotelanlage befinden.
Blick auf das Resort bei Nacht
Sicht auf den beleuchteten Swimming Pool

Am nächsten Morgen gingen wir um 8.30 Uhr frühstücken. Es gab ein leckeres Eieromelette mit frittierten Kartoffelstücken und einen Apfel als Dessert. Nach dem Frühstück gingen wir noch einmal für einige Zeit in den Pool, bevor wir leider schon wieder auschecken mussten. Nachdem wir unser Zimmer geräumt und alles ins Auto eingeladen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel - einem kleinen Bergdorf Namens Julian, etwa zwei Autostunden von Indio entfernt. So fuhren wir erst einmal vorbei an unzähligen Dattelplantagen und dem bekannten Salton Sea, bis wir schließlich auf einer endlos gerade verlaufenden Straße immer weiter ins rund 44°C heiße kalifornische Nirgendwo fuhren.


Die letzten kleinen Ortschaften am Rande der Wüste.
Etwa 44°C Außentemperatur
Endlos gerade verlaufende Straßen
Sand auf einer der unzähligen Sanddünen

Nach etwa eineinhalb Stunden Fahrt wurde es dann wieder kurviger und auch die Temperaturen nahmen stetig ab. Binnen weniger Fahrminuten wurde aus der sandigen Wüste eine schöne "grüne" Hügel- bzw. Berglandschaft.


Die Berglandschaft ist von kurvigen Straßen durchzogen.
Nicht selten kommt es vor, dass sich hier Wolken bilden und es zu gewittern beginnt.

Schließlich erreichten wir das kleine Bergdorf Julian. Es ist vor allem für seinen leckeren Apple Pie (deutsch: Apfelkuchen) und seine kleinen süßen Läden bekannt. Jährlich besuchen unzählige Touristen das Dorf, um den einzigartigen Flair mitzuerleben und ein Stückchen des begehrten Apple Pie zu kosten.


Ein Blick auf die "Hauptstraße" Julians.
Eine der Bäckereien, welche den leckeren Apple Pie herstellen.
Orientierungsschilder im Herzen von Julian
Julian liegt an den California State Routes 78 und 79.
Original American Apple Pie

Mir hat unser kleiner Roadtrip nach Indio bzw. Julian sehr gut gefallen. Ich habe so viele neue Dinge gesehen und richtig viel Spaß gehabt. Dieses Wochenende werde ich garantiert nie vergessen.

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: gomio.com

Mittwoch, 2. September 2015

Erster Schultag

Hallo ihr Lieben,

heute war mein erster Schultag als Junior (11. Klasse) in den USA. Ich habe schon jetzt so viele neue Eindrücke gewonnen und Leute kennengelernt, aber erst einmal von Anfang an: Vor etwa zwei Wochen habe ich mich mit meinem Schulberater getroffen, um meine Fächer zu wählen. Einige waren vom Stipendium aus bereits verpflichtend, andere konnte ich, sofern noch Plätze frei waren, mir selbst aussuchen. Ich habe täglich fünf unterschiedliche Fächer, die sich allerdings jeden Tag in der selben Reihenfolge wiederholen.

1. Stunde   Deutsch
2. Stunde   Englisch
3. Stunde   Mathematik (Algebra)
4. Stunde   Theater
5. Stunde   Geschichte der USA und Geographie

Normalerweise beginnt mein Unterricht täglich um 7.15 Uhr und endet um 12.17 Uhr. Allerdings gibt es immer montags eine Ausnahme: dann startet die Schule nämlich erst um 9.00 Uhr. Schulschluss ist an diesen Tagen um 12.47 Uhr, also eine halbe Stunde später als gewöhnlich. Gegenüber meiner deutschen Schule ist mein Stundenplan sehr "entspannt", da ich in Deutschland an manchen Tagen bis um 17.00 Uhr Unterricht hatte. Zwischen den Stunden hat man einige Minuten Zeit um in das nächste Klassenzimmer zu gehen, zwischen der dritten und vierten Stunde gibt es eine kleine Pause. An meiner High School hat jeder Lehrer sein eigenes Zimmer und somit müssen nicht die Lehrer, sondern die Schüler die Klassenzimmer wechseln. Da meine Schule mit rund 2.250 Schülern sehr groß ist, gibt es für (fast) jedes Fach ein separates Gebäude und so muss man sich ordentlich beeilen, um bei dem nächsten Lehrer pünktlich zu erscheinen. Die Klassenzimmer sind von den Lehrern meist bunt und individuell gestaltet - entweder mit Plakaten oder Fotos der Familie.
Da jeder Schüler seine Fächer frei wählen kann, gibt es keine festen Klassen, sondern man ist jede Stunde mit unterschiedlichen Leuten zusammen.

Heute morgen um 8.20 Uhr wurden wir von einem Freund meines Gastbruders zur Schule gefahren. Dort haben wir unsere Stundenpläne abgeholt und uns auf den Weg zu den entsprechenden Klassenzimmer gemacht. Die erste Stunde hatten wir Deutsch. Die Lehrerin war supernett und auch ihr Klassenzimmer war voll von Fotos, Souvenirs und bunten Plakaten. Obwohl wir nur eine kleine Gruppe (etwa 12 Leute) waren, hat mir der Unterricht sehr viel Spaß gemacht. Wir haben zuerst ein wenig über die Ferien gesprochen und dann ließ die Lehrerin für den Rest der Stunde eine Diashow mit Fotos aus dem Unterricht vergangener Jahre und deutsche Musik laufen. Zum Abschluss der Stunde bekamen wir noch eine deutsche Schokoladenpraline, bevor wir uns auf den Weg zum nächsten Klassenzimmer machen durften.
In Englisch und Mathematik waren wir mit etwa 35 Leuten eine sehr große Gruppe. Nachdem ich Englisch noch relativ gut überstanden hatte, konnte ich in Mathe nicht wirklich folgen. Da die Amerikaner nicht wie wir das Metrische Einheitensystem nutzen, geben sie alle Maßeinheiten beispielsweise in inch, mile, gallon, foot, ... an. Das kann schon sehr verwirrend sein, vor allem, wenn man (wie ich) keine Ahnung davon hat und nur Bahnhof versteht, wenn die Klasse wild mit den Einheiten um sich wirft. Ich hoffe ich werde nach ein paar Mathestunden mehr verstehen.


Quelle: big-bang-forum.com

Nach einer kleinen Pause ging es weiter mit Theater. Dazu gingen wir nicht etwa in irgendein Klassenzimmer, nein, die Stunde fand im großen, schuleigenen Theater statt. Der Kurs besteht aus 52 Schülern. Bei dieser Klasse handelt sich um eine Art Inklusionsklasse, da wir mit behinderten Kindern und deren Betreuer zusammen Unterricht haben. Ich persönlich finde das Fach Theater sehr interessant und freue mich noch auf viele schöne Momente. In der letzten Stunde habe ich US-History und Geographie. Dieses war neben Englisch ein weiteres für mich verpflichtendes Fach. Der Lehrer ist sehr nett und die Klasse im Vergleich zu Englisch, Mathematik und Theater "relativ" klein. Im Unterricht mussten wir innerhalb von 10 Minuten aus einer Art Draht einen Gegenstand formen, welcher uns beschreibt. Anschließend durften wir unsere "Kunstwerke" vor der Klasse präsentieren. Ich frage mich immer noch, was diese Stunde mit dem Fach an sich zu tun hatte, aber es hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht.

Ab diesem Jahr wird an unserer Schule das FutureForward Programm getestet, das heißt jeder Schüler erhält von der Schule aus ein Chromebook, welches er jeden Tag mit zur Schule bringen und darauf aufpassen muss. Dieses Programm wird von unserem Schuldistrikt (Grossmont Union School District) geleitet. So hat die Schule mehr als 2000 Chromebooks gekauft, um die Schüler besser auf ihre Zukunft (Arbeit mit Computern etc.) vorbereiten zu können.

Alles in allem war mein erster Schultag in den USA sehr interessant und aufschlussreich. Ich bin gespannt, was mich morgen erwarten wird.

Liebe Grüße,
Samira


Quelle: tumblr.com