Montag, 26. Oktober 2015

Country Festival

Hallo ihr Lieben,

vergangenen Samstag fand in unserer Nachbarstadt Lakeside das Country Festival statt. Da wir vor rund einem Monat Tickets für dieses Event gewonnen haben, konnten wir uns den Eintritt von 18 Dollar pro Person sparen. Neben zahlreichen Ständen mit verschiedenen Speisen, Getränken, Kleidung und Souvenirs waren die unterschiedlichen Country-Bands natürlich das Highlight des Festivals.










Liebe Grüße,
Samira

P.S. Dieses T-Shirt (siehe Foto unten) habe ich auf dem Festival gesehen. Kaum zu glauben, dass es tatsächlich Orte mit solch einem komplizierten Namen gibt.



Mittwoch, 14. Oktober 2015

Strand & Sonnenuntergänge ♥

Hallo ihr Lieben,

vergangenen Sonntag waren meine Gastfamilie und ich am Strand von La Jolla, einem Stadtteil von San Diego. Natürlich habe ich auch wieder fleißig Fotos gemacht, welche ich euch im heutigen Post gerne zeigen möchte.



Neben wunderschönen Stränden gibt es hier auch einzigartige Sonnenuntergänge...




Liebe Grüße und hoffentlich bis bald,
Eure Samira


Quelle: uatshadygrove.org

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Unterschiede Schule USA-Deutschland

Hallo ihr Lieben,

in der letzten Zeit haben mich viele E-Mails von euch erreicht, in welchen ihr mehr über meinen amerikanischen Schulalltag erfahren wolltet. Im heutigen Post werde ich deshalb über meine persönlichen Erfahrungen berichten und natürlich versuchen, alle eure Fragen zu beantworten. Im Folgenden werde ich über zehn wesentliche Unterschiede zwischen der amerikanischen High School und einer deutschen Schule erzählen.

1. School Spirit
Meiner Meinung nach hat die Schule hier einen vollkommen anderen Stellenwert als in Deutschland. Die amerikanischen Schüler sind stolz auf ihre Schule und man ist eine große Gemeinschaft. Vor ein paar Wochen haben sogar alle Schüler (2000!) ein kostenloses T-Shirt mit dem Motto unserer Schule ("We are one, we are the Pack") bekommen. Immer mittwochs ist nun West Hills Wednesday, das heißt an diesem Tag sollten möglichst viele Schüler dieses T-Shirt tragen, um die Schule zu unterstützen, den School Spirit zu fördern und die Gemeinschaft zu stärken.



2. Pledge of Allegiance
Jeden Morgen zu Beginn der dritten Stunde sprechen hier alle Schüler den Treueschwur zur amerikanischen Flagge. Nach der täglichen Bekanntgabe von aktuellen Ereignissen und Terminen heißt es Aufstehen, Hand aufs Herz, Blick zur amerikanischen Flagge (die hängt hier übrigens in jedem Klassenzimmer) und dann sprechen alle gemeinsam die Pledge of Allegiance:
"I pledge allegiance to the flag of the United States of America, and to the republic for which it stands, one nation under god, indivisible, with liberty and justice for all."
"Ich schwöre Treue auf die Fahne der Vereinigten Staaten von Amerika und die Republik für die sie steht, eine Nation unter Gott, unteilbar, mit Freiheit und Gerechtigkeit für jeden."

3. Alles mit Bleistift?!
In der deutschen Schule wird es jedem Schüler schon seit der 1. Klasse gelehrt: der Bleistift dient - wenn überhaupt - nur zum Zeichnen, alles andere muss mit Kugelschreiber oder Füller geschrieben werden. In den USA ist es genau anders herum. Die Schüler schreiben hier ALLES mit Bleistift - egal ob ins Heft, bei Tests oder auf Plakaten. Des Weiteren haben die meisten amerikanischen Schüler auch kein Mäppchen, denn ein Bleistift und ein Radiergummi ist alles, was man für den Schulalltag neben Heften und dem Chromebook benötigt.


4. Weniger Stunden - mehr Hausaufgaben
Wie ihr wahrsscheinlich schon mitbekommen habt, habe ich im Vergleich zu meiner deutschen Schule nur sehr wenige Unterrichtsstunden. Ich beginne normalerweise um 7.15 Uhr und verlasse die Schule wieder um 12.17 Uhr. Immer montags startet der Unterricht erst um 9.00 Uhr und nach Ende jeder Notenkonferenz (alle 6 Wochen) haben wir einen Minimum Day, das heißt für mich: nur 3,5 Stunden Schule. Im Gegensatz zu den wenigen Unterrichtsstunden haben amerikanische Schüler aber sehr viele Hausaufgaben. Nachmittags bin ich oft zwei bis drei Stunden nur mit den Hausaufgaben beschäftigt. Meist sind die Aufgaben nicht einmal schwer zu lösen, es sind einfach nur unglaublich viele.


5. Die typischen Gruppierungen
In Filmen wie High School Musical sieht man stets diese typischen Gruppierungen - Footballer, Cheerleader, Streber, ... doch stimmt das auch? JA! Auch ich habe vor meinem ersten Schultag an der Echtheit dieses Klischees gezweifelt, doch jetzt nach knapp sechs Wochen Schule muss ich zugeben, dass sich dieses Vorurteil tatsächlich größtenteils bestätigt hat.


Auf diesem Foto könnt ihr neben den Cheerleadern übrigens
auch die Maskottchen unserer Schule sehen.
Quelle: weburbanist.com

6. Schüler-Lehrer Verhältnis
Meiner Meinung nach ist das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer hier vollkommen anders als in Deutschland. Es ist den Schülern nicht peinlich die Lehrer außerhalb des Unterrichtszeit anzutreffen oder mit ihnen auf dem Pausenhof zu reden. Jeder Lehrer hat hier sein eigenes Klassenzimmer, meist bunt geschmückt mit Familienfotos oder persönlichen Gegenständen. Die Lehrer geben hier sehr viel mehr von sich Preis, was sie dann wiederum natürlich auch zugänglicher und sympathischer macht.


7. Klassenarbeiten und Tests
Anders als in Deutschland schreibt man hier sehr viel mehr Tests. Auch wenn das im ersten Moment nach viel Arbeit und Lernen klingt, ist eher das Gegenteil der Fall. Da man so viele Tests schreibt, wird automatisch auch weniger Lernstoff abgefragt. Meist sind die Tests auch einfach und nur eine Wiederholung von den letzten Unterrichtsstunden. Der Großteil der Tests ist Multiple Choice, das heißt man hat eine Frage und drei oder vier Antwortmöglichkeiten, von denen allerdings nur eine richtig ist.


8. "Verrückte" Fächer
Ja, es gibt hier defintiv "verrückte" Fächer, die es in Deutschland nicht gibt. Neben den gewöhnlichen Fächern wie Mathematik und Englisch gibt es hier auch Töpfern, Holzarbeit oder Gitarrenbau. Das klingt zwar nach einer Menge Spaß, allerdings wählen die meisten Schüler die gewöhnlichen Fächer. Diese sind zwar meist ein wenig schwieriger und machen vielleicht auch nicht ganz so viel Spaß, allerdings haben die Schüler eine bessere Chance an den Colleges aufgenommen zu werden, wenn sie Fächer wie Mathe oder Englisch besucht haben, denn anders als in Deutschland ist hier kein Fach verpflichtend. So wählen die Schüler ihre Fächer meist nicht nach Spaßfaktor, sondern denken eher darüber nach, welche Fächer die meisten Punkte geben und in der Bewerbung für das College am besten ankommen.


9. Noten
Ich bin mir nicht sicher, ob es nur an meiner Schule oder auch an anderen High School so gehandhabt wird, aber seit jeder Schüler an unserer Schule ein Chromebook erhalten hat, läuft die Notengebung  nur noch online ab. In einem speziellen Portal (Infinite Campus) kann man jederzeit seine aktuellen Noten finden und sehen, wie viele Punkte man in den einzelnen Aufgaben oder Tests erzielt hat. Ich persönlich finde das sehr gut, da man so immer einen Überblick hat und schauen kann, in welchem Fach man wie abgeschnitten hat. In meinem US-History Kurs gibt es zudem noch eine weitere Besonderheit: Ist man mit der erreichten Punktzahl einer Aufgabe nicht zufrieden, so kann man eine Re-Grade Form (deutsch: Wiederbewertungsbogen) ausfüllen, das heißt, dass man noch einmal Änderungen an der Aufgabe vornehmen darf und diese Änderungen dann nochmals bewertet werden.


10. Schullaufbahn


Quelle: de.wikipedia.org

Ich hoffe dieser Post hat euch gefallen. Falls ich euch über noch mehr Unterschiede zwischen der amerikanischen High School und der Schule in Deutschland berichten soll, könnt ihr mir sehr gerne eine E-Mail schreiben oder hier auf meinem Blog einen Kommentar hinterlassen.

Liebe Grüße,
Samira

P.S. Vielen Dank für über 20.700 Klicks. Ich hätte nie erwartet, dass sich so viele Leute für mein Auslandsjahr und meinen Blog interessieren. Ihr seid die Besten! Danke! ♥


Quelle: geburtstag5.tk